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Steuernews

Steuerspar-Checkliste zum Jahreswechsel 2007/08

Dass Sie mit dem Nachdenken über mögliche und/oder gebotene steuerliche Maßnahmen zum Jahreswechsel nicht mehr Zeit vergeuden als unbedingt notwendig, soll die nachfolgende Checkliste sicherstellen. Die Checkliste stellt auf die Besonderheiten der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung – die übliche Ärztebuchhaltung – ab. ...mehr

Änderung des Kinderbetreuungsgeldes ab 1.1.2008

Mit 1.1.2008 tritt die Änderung des Kinderbetreuungsgeldes (KBG) in Kraft. Die Neuregelung ist nun nach einem langen politischen Diskussionsprozess als Gesetz beschlossen worden (Nationalratsbeschluss am 17.10.2007, Zustimmung des Bundesrates am 31.10.2007). ...mehr

Familienbeihilfe: Erhöhung der Zuverdienstgrenze und der Geschwisterstaffelung ab 2008

Ab Beginn 2008 gibt es zwei wichtige Änderungen bei der Familienbeihilfe: Zum einen wird die Zuverdienstgrenze für volljährige Kinder von derzeit € 8.725,00 auf € 9.000,00 geändert, zum anderen wird die Familienbeihilfe ab dem zweiten Kind erhöht. ...mehr

Bausparprämie steigt 2008

Mit 1.1.2008 steigt die staatliche Förderprämie von 3,5 % (Wert 2007) auf 4 % der Einzahlung. ...mehr

Voraussichtliche GSVG/FSVG-Werte für 2008

Die Veröffentlichung dieser Werte im Bundesgesetzblatt ist abzuwarten. ...mehr

Steuerspar-Checkliste zum Jahreswechsel 2007/08

1. Freibetrag für investierte Gewinne erstmalig ab der Veranlagung 2007

Bis zum 31.12.2007 kann noch investiert werden, um bei der Veranlagung 2007 in den Genuss des Freibetrages zu kommen. Ein Gewinnanteil von maximal 10 % ist ab 2007 dann steuerbefreit (Freibetrag), wenn

  • der Gewinn einer natürlichen Person zufließt,
  • der Gewinn mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermittelt wird und
  • der Freibetrag in begünstigtes Anlagevermögen investiert wird. Wichtig: Begünstigt sind auch festverzinsliche Wertpapiere, die für die Pensionsrückstellung geeignet sind.
Pro Person und Kalenderjahr kann maximal ein Freibetrag von € 100.000,00 geltend gemacht werden.

2. Glättung der Progression bzw. Gewinnverlagerung

Bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnungen gilt grundsätzlich das Zufluss-Abfluss-Prinzip. Dabei ist grundsätzlich darauf zu achten, dass nur Zahlungen ergebniswirksam sind (den Gewinn verändern) und nicht der Zeitpunkt des Entstehens der Forderung oder Verbindlichkeit, wie dies bei der doppelten Buchhaltung (= Bilanzierung) entscheidend ist. Beim Zufluss-Abfluss-Prinzip ist jedoch für regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben (z. B. Löhne, Mieten, Versicherungsprämien, Zinsen) die fünfzehntägige Zurechnungsfrist zu beachten.
Bsp.: Die Lohnzahlung (Prämie) für Dezember 2007, die am 15.1.2008 bezahlt wird, gilt aufgrund der fünfzehntägigen Zurechnungsfrist noch im Dezember 2007 als bezahlt.

3. Halbjahresabschreibung für kurz vor Jahresende getätigte Investitionen

Eine Absetzung für Abnutzung (AfA) kann erst ab Inbetriebnahme des jeweiligen Wirtschaftsgutes geltend gemacht werden. Erfolgt die Inbetriebnahme (Zahlungszeitpunkt in diesem Fall ) des neu angeschafften Wirtschaftsgutes noch kurzfristig bis zum 31.12.2007, steht eine Halbjahres-AfA zu.

4. Erwerb von geringwertigen Wirtschaftsgütern

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 400,00 können im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben werden. Daher diese noch bis zum Jahresende anschaffen, wenn ein Erwerb für 2008 ohnehin geplant ist. Die volle Abschreibung als geringwertiges Wirtschaftsgut setzt aber die Bezahlung (im Gegensatz zur „Normal-AfA“ nach Punkt 3.) voraus.

5. Letztmalige Möglichkeit der Arbeitnehmerveranlagung für das Jahr 2002

Mit Jahresende läuft die Fünf-Jahres-Frist für die Antragstellung der Arbeitnehmerveranlagung 2002 aus.

6. Steuerfreie (Weihnachts-)Geschenke und Feiern für Mitarbeiter

Geschenke für Mitarbeiter sind innerhalb eines Freibetrages von € 186,00 jährlich lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Es muss sich dabei um Sachzuwendungen (Warengutscheine, Wein,  usw.) handeln. Bargeschenke hingegen sind immer steuerpflichtig.
Betriebsveranstaltungen, wie beispielsweise auch Weihnachtsfeiern, sind bis zu € 365,00 pro Arbeitnehmer und Jahr lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

7. Für bilanzierende Ärzte: Festlegung der Entnahmestrategie bei Inanspruchnahme der begünstigten Besteuerung

Die begünstigte Besteuerung nicht entnommener Gewinne können nun auch bilanzierende Ärzte erstmals mit der Veranlagung 2007 in Anspruch nehmen.
Entnahmestrategie: Vermeidung einer Nachversteuerung, die bei Eigenkapitalabbau (= Entnahmen abzüglich betriebsnotwendiger Einlagen übersteigen den Gewinn) stattfindet. Kommt es zu einer Nachversteuerung, erfolgt diese mit dem halben Durchschnittssteuersatz jenes Jahres, in dem die entsprechende Begünstigung (man beobachtet die letzten sieben Jahre) geltend gemacht wurde. Daher sollte bereits eine Schätzung des Entnahmebedarfes zukünftiger Jahre vorgenommen werden.


Ab 1.1.2008 ist zu beachten:

1. Mitarbeiteranmeldung bei der Sozialversicherung vor Dienstantritt ab 1.1.2008

Ab 1.1.2008 müssen Mitarbeiter noch vor Aufnahme der Tätigkeit – auch bei nur fallweiser Beschäftigung – bei der Sozialversicherung angemeldet werden. Bis Ende 2007 gilt noch die Sieben-Tage-Frist.

2. Reisekosten-Novelle gilt ab 1.1.2008

Grundsätzlich bleibt alles beim Alten, es gibt nur vereinzelt Neuerungen, davon zwei wesentliche Änderungen:

Bei Auslandsdienstreisen erfolgt die Berechnung ab 2008 genauso wie bei Inlandsdienstreisen, d. h. ab drei Stunden (bis Ende 2007: ab fünf Stunden) steht für jede angefangene Stunde ein Zwölftel der jeweiligen Ländersätze zu.

Ab 2008 können Kilometergelder für Familienheimfahrten immer steuerfrei – unabhängig von lohngestaltenden Vorschriften – gewährt werden. Weitere Voraussetzung jedoch: Die Heimfahrt muss für arbeitsfreie Tage erfolgen und es darf kein Taggeld gewährt werden. Bis Ende 2007 können diese Kilometergelder nur aufgrund lohngestaltender Vorschriften steuerfrei ausbezahlt werden.

Stand: 15. November 2007

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